Gemeinwohlparlament Leipzig 2025: Direktdemokratie trifft gemeinschaftliche Projektförderung 

Mit dem Gemeinwohlparlament Leipzig hat 2025 ein innovatives Beteiligungsformat seine Premiere gefeiert, das Crowdfunding und direkte Demokratie erfolgreich miteinander verbindet. Für Unternehmen, Stiftungen und öffentliche Akteur:innen zeigt dieses Projekt, wie Zusammenarbeit, Bürger:innenbeteiligung und Ressourcenbündelung in der Praxis funktionieren, um gemeinwohlorientierte Initiativen nachhaltig zu fördern. 

Was ist das Gemeinwohlparlament? 
Das Gemeinwohlparlament ist ein neues Format der Stadt Leipzig, bei dem Menschen ab 14 Jahren durch einen jährlichen Beitrag von mindestens 60 Euro Mitglied werden und damit eine Stimme zur gemeinsamen Entscheidung über Fördermittel erhalten. Alle Beiträge fließen in einen gemeinsamen „Gemeinwohltopf“. Anschließend entscheidet das Parlament selbst darüber, welche Projekte mit diesem Geld unterstützt werden – nach vier klaren Kriterien, die den sozialen Frieden, nachhaltige Lebensqualität, Zukunftsfähigkeit und respektvolles Miteinander stärken sollen. 

Für Unternehmen bedeutet dieses Format eine neue Form der lokalen Engagementstrategie: Weg von klassischen Sponsoringpaketen, hin zu partizipativen Modellen, die Menschen direkt involvieren und sichtbar machen, wie Ressourcen im Sinne des Gemeinwohls eingesetzt werden. Das schafft Transparenz, Vertrauen und Aufmerksamkeit in der Stadtgesellschaft. 

Erste Parlamentssitzung und Ergebnisse 
Am 5. Dezember 2025 fand die erste Parlamentssitzung im Neuen Rathaus statt. Rund 387 Parlamentarier:innen hatten zuvor Beiträge geleistet und Kandidat:innenprojekte eingereicht. Bei der Sitzung wurden insgesamt 55.000 Euro an Fördermitteln vergeben, die auf 13 verschiedene Initiativen verteilt wurden. Die Bandbreite der geförderten Projekte reicht von generationenübergreifenden Bildungsangeboten über inklusive Sport und Nachbarschaftsprojekte bis zu HerzretterTrainings für Kinder und kulturellen Initiativen.  

Warum das Format für B2B relevant ist 
Das Gemeinwohlparlament schlägt eine Brücke zwischen Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik. Für Unternehmen ergeben sich daraus Chancen: 

  • Verknüpfung von CrowdfundingAnsätzen mit StakeholderEngagement. 
    Schaffung neuer Berührungspunkte zu Kund:innen und Mitarbeitenden, die sich stärker in lokale Entscheidungen eingebunden fühlen. 

  • Stärkung des lokalen Netzwerks durch Teilhabe an dialogorientierten Entscheidungsprozessen. 

  • Ein innovatives Modell zur Demonstration von Corporate Purpose, das weit über klassische Förderformen hinausgeht. 

Gerade für Unternehmen, die bereits auf FAIRPLAID Crowdfunding setzen oder darüber nachdenken, ihre CSRInitiativen zu professionalisieren, liefert das Gemeinwohlparlament konkrete Impulse. Es verbindet finanzielle Unterstützung mit partizipativer Entscheidungsfindung und bringt zusammen, was in modernen Engagementstrategien immer wichtiger wird: Menschen, Werte und nachhaltige Wirkung. 

Ausblick 
Das Gemeinwohlparlament Leipzig steht erst am Anfang. Die Erfahrungen aus 2025 zeigen klar, dass Crowdfundingbasierte Beteiligungsformate nicht nur Geld verteilen, sondern Gemeinschaft stärken, Sichtbarkeit erzeugen und Initiativen einen Hebel geben, um ihre Wirkung zu entfalten. Für Unternehmen und Partner eröffnen sich hier neue Wege der Zusammenarbeit – von Partnerschaften über Projektunterstützung bis zu strategischen Engagementmodellen, die alle Stakeholder miteinbeziehen. 

Fazit 
Das Gemeinwohlparlament Leipzig ist ein Beispiel dafür, wie Kreativität, Partizipation und gemeinschaftliche Ressourcenverwendung nicht nur den gesellschaftlichen Mehrwert steigern, sondern auch ein attraktives Umfeld für Unternehmen schaffen können, die nachhaltig, glaubwürdig und wirksam engagieren wollen. Für alle, die im B2BKontext nach Inspiration und Best Practices für innovative Förderformate suchen, bietet dieses Projekt spannende Impulse und echte Learnings aus der Praxis. 

Weitere Informationen zum Gemeinwohlparlament Leipzig:
FAIRPLAID Plattform Gemeinwohlparlament Leipzig
Leipziger Volkszeitung vom 8.12.2025
L.de vom 7.12.2025
Bürgerstiftung Leipzig vom Dezember 2025

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